Sonntag, 20. August 2017

Ein fast normaler Sommer...

und er ist vorbei.
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommen immer wieder einmal vor. Auch im Juli. Mittlerweile hat sich meine Vermutung bestätigt. In diesem Jahr gab es jeden Monat Minustemperaturen.
Im Süden hatten wir viel Regen. Die köstlichen Walderdbeeren kamen so zahlreich wie selten. Die schmalblättrigen Weideröschen (Fireweed) erschienen erst Wochen später als normal. Die Mohnblumen leuchteten in verschiedenen Farben, manchmal rot, manchmal gelb. Den Pilzen gefällt die Feuchtigkeit, wie diese köstliche Rotkappe.
Regen bei uns, im Norden Hitze. In der Gegend um Old Crow wüteten mehr Brände als in den letzten 25 Jahren. Die Sonne färbte sich in dem Rauch wie durch einen künstlichen Filter.
Beim Frühstück schaute ich aus dem Fenster und wurde freudig überrascht. Ein Schwarzbär marschierte vorbei. Er ging nur seines Weges und bedeutete keine Gefahr. Doch nur in einen Monat wurden mehr als 45 Bären erschossen, eine beachtlich hohe Zahl. 
 





























Kleine Begegnungen in der Natur sind für mich immer erfreuliche Erlebnisse. Nie bist du unbeobachtet, sei es durch das Waldhuhn, ein Eichhörnchen, oder durch die größte nordamerikanische Eule, Great Grey Owl, (Bart Eule oder Lapplandeule).
In Whitehorse starten und landen weiter die Wasserflugzeuge am Schwatka Lake, mit Touristen, Goldgräbern, Abenteurern …. in den Herbst hinein. Doch das ist eine andere Geschichte. 















 

Samstag, 1. Juli 2017

Happy Birthday, Canada

Canada Day, nun ist dieses Land 150 Jahre jung. Überall fanden Umzüge und Veranstaltungen statt, obwohl es oft regnete. Trotzdem wurde ausgiebig gefeiert.
Es blüht, dass Gras ist saftig grün, der eine oder andere Regenschauer lässt den Hasen etwas mitgenommen aussehen.








 

Mittwoch, 7. Juni 2017

Baustellen an Highways

Monat Juni. Sommerzeit, wo sich Touristen und Baustellen auf den Highways treffen. Wer schon einmal in Kanada war, kennt die Straßenarbeiten, an denen sich kaum Ampeln befinden. Dafür werden den Fahrzeugen tragbare Schilder entgegen gehalten, oft von jungen Frauen oder Männern. Aber gerade im Norden, besonders im Yukon, kann es auch einmal etwas ungewöhnlich, überraschend, oder lustig sein.
Ist SLOW zu sehen, fährt man selbstverständlich langsam. Bei STOP muss man halten.
Eine junge Frau hielt das Schild, auf dem Stop zu sehen war, ging an den wenigen Fahrzeugen entlang und erklärte, wie lange es dauern könnte und auf was zu achten ist. Dabei kam sie mit einem amerikanischen Paar ins Gespräch und die Wartezeit verkürzte sich durch eine angenehme Unterhaltung. Nun ging es bald weiter.
Die junge Frau wünschte den Besuchern aus dem Süden eine angenehme Reise, drehte das Schild von STOP auf SLOW und fragte noch: „Wie weit wollt ihr denn heute noch?“
Wir fahren nicht mehr lange. Wann wird es denn dunkel?“
Im September!“


 

Mittwoch, 31. Mai 2017

Kraniche und mehr

Nun war es schon mein drittes Jahr, wo ich mir den beeindruckenden Zug der Kraniche ansehen konnte. Tausende und Tausende flogen an einem einzigen Tag mit ihren durchdringenden, kullernden Rufen nach Norden. Immer wieder ein Naturerlebnis.
Der große „Kranich“ war dagegen zu schwer, um noch fliegen zu können.
Das klirrende Eis auf dem Fox Lake erinnert an kleine Glöckchen, wenn der Wind es vor sich her treibt. Es sind erst wenige Tage her, als ich es mir ansah. Genau wie die Schnee- und Eisplatte an den Otter Falls, in der Nähe von Haines Junction. Frühling im Yukon. 

















 

Sonntag, 30. April 2017

Zugvögel

Wenn die großartige Wanderung der Zugvögel beginnt, suchen sie die flachen Gewässer der Seen auf, wo bereits das Wasser offen ist. Dort können sie ausruhen und fressen. Tagish Lake, Teslin Lake, Kluane Lake und Lake Laberge. Mit ihnen kommen Enten, Adler, Möwen.
Auch hier kommen sie vorbei. Die hellen sind Schwäne, die dunklen Kanada Gänse. Aber sie sind auch an den Stimmen zu unterscheiden. Die Schwäne sind viel lauter. Wieso nennt man sie nur Trompeterschwäne, hm? 









 

Donnerstag, 13. April 2017

Frohe Ostern und schöne Feiertage

Der Schaufelraddampfer SS Klondike und der Yukon River am Anfang des Monats in Whitehorse. Doch das Frühjahr ist da. Auch wenn die Landschaft mit den Bergen noch winterlich aussieht. (Achtet einmal auf die Farbe des Wassers, reines Trinkwasser).
Am Tage begann es zu tauen, nur die Nächte zeigten sich noch frostig. Die Weiden nutzten sofort die langen Sonnentage und zeigten die ersten Kätzchen. Der Schneeschuhhase wagte sich nun in die Sonne und knabberte an den schneefrei gewordenen Kräutern.
Die ersten Schwäne zogen bereits nach Norden, doch es ist nur der zaghafte, bescheidene Anfang von dem großen Zug. Auch die Weißkopfseeadler ruhen sich nun von der langen Reise aus.